Endometriumbiopsie

erweiterte Diagnostik

Scratching

Die bei der Strich-Kürettage bewusst hervorgerufene „Irritation“ der Gebärmutterschleimhaut soll im Vorzyklus einer IVF-Behandlung die Chancen einer Einnistung in den Folgezyklen steigern. Dieser Eingriff ist nicht mit einer klassischen Curettage vergleichbar. Bei einer Strich-Kürettage wird mittels einer sogenannten Pipelle (Instrument) die Aufrauung der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt. Es werden dabei nur sehr geringe Mengen der Schleimhaut entnommen. Der Eingriff dauert etwa zehn Minuten, die Patientin kann anschließend das Institut sofort wieder verlassen. Diese Art von Eingriff im Rahmen der Kinderwunschbehandlung ist kein Standardeingriff und kommt daher nur bei Paaren zur Anwendung, bei denen bisherige Behandlungen nicht erfolgreich waren.

 

Bestimmung von uterinen Immunzellen

natürliche Killerzellen (CD 56)

Uterine natürliche Killerzellen (uNK Zellen) zählen zu den weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) und haben eine Schutzfunktion vor diversen schädlichen Zellen (z.B. Bakterien, Viren, Krebszellen). Sie sind somit ein wichtiger Teil unseres Immunsystems. Zuviele dieser uNK Zellen können sich einerseits negativ auf die Einnistung des Embryos als auch auf die (Früh-)Schwangerschaft auswirken.

Plasmazellen (CD 138)

Liegt eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut vor, lagern sich uterine Plasmazellen auf dem Endometrium an. Diese werden durch den Oberflächenmarker CD 138 nachgewiesen.

Daher kann man mit dieser einfachen und nahezu schmerzfreien Untersuchung Gewebe gewonnen und analysiert werden. Durch die Bindung spezifischer Antikörper an das zuvor entnommene Material, können so quantitative Aussagen getroffen werden.

Bei Vorliegen einer Auffälligkeit, können dann individuelle Behandlungsoptionen (z.B. Antibiotika- oder Infusionstherapie) zum Einsatz kommen.

Die Kosten dieser immunologischen Untersuchung werden nicht von den Krankenkassen oder dem IVF Fonds übernommen.

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