Endometriose

Absiedlung von Gebärmutterschleimhaut

Endometriose ist eine chronische Erkrankung bei der betroffene Frauen unter starken zyklusabhängigen Schmerzen leiden und die bis zu 40% aller unfruchtbaren Frauen betrifft.

Die häufigsten Anzeichen sind verstärkte Schmerzen bei der Regelblutung. Dadurch kann einerseits die Funktion der Eileiter gestört sein, andererseits bei befallenen Eierstöcken die Eizellreifung bzw. der Eisprung beeinträchtigt werden. Bei Patientinnen die bereits eine Endometrioseoperation durchlaufen haben, kann operationsbedingt die Eierstockfunktion herabgesetzt sein.

Deshalb müssen Patientinnen die an Endometriose leiden, oft die künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen um ihren ersehnten Kinderwunsch erfüllen zu können. Auch das Einfrieren von Eizellen oder Embryonen vor Endometrioseoperationen kann erwogen werden wenn davon auszugehen ist, dass der Eierstock Schaden nehmen könnte.

In einer kürzlich erschienen Studie konnte gezeigt werden, dass die Endometriose den Ausgang einer Kinderwunschbehandlung nicht negativ beeinflusst. Patientinnen mit Endometriose hatten wie erwartet zwar weniger Eizellen nach einer IVF Stimulation, jedoch war die kumulative „Baby-Take-Home-Rate“ nicht reduziert, verglichen mit Frauen ohne Endometriose. Diese Daten zeigen, dass Patientinnen mit Endometriose genauso wie anderen Frauen zum „Single Embryo Transfer“ und anschließenden Kryozyklen, also dem Transfer von überzähligen, gefrorenen Embryonen geraten werden kann, um so die Zahl an schwangeren Patientinnen zu maximieren und die geburtshilflichen Komplikationen zu minimieren.

Gerade wenn bei Endometriosepatientinnen der Kinderwunsch zentral ist, sollte die künstliche Befruchtung aufgrund ihrer hohen Effizienz einer Operation vorgezogen werden.

 

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